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Der Frage, ob Lärm auch kardiovaskuläre Erkrankungen wie koronare Herzkrankheit (KHK) oder Schlaganfall begünstigen könne, gingen Helena Eriksson vom Sahlgrenska University Hospital in Göteborg und ihre Kollegen in einer prospektiven Längsschnitt-Kohortenstudie nach. Das meldete die „Ärzte Zeitung Online“ am 27.04.2018. Dazu werteten sie die Daten von 5 753 schwedischen Männern aus, die zwischen 1915 und 1925 in Göteborg geboren sind. Während der gesamten Beobachtungszeit seien 1 004 Studienteilnehmer an einer KHK erkrankt und es ereigneten sich 517 Schlaganfälle. Aus den Daten sei hervorgegangen, dass Männer, die in ihrem Berufsleben Geräuschpegeln mittlerer Stärke (75dB–85 dB) ausgesetzt gewesen seien, gegenüber Personen mit einer Lärmbelastung von unter 75 dB ein um 15 Prozent höheres KHK-Risiko hatten. Betrug der Lärmpegel mehr als 85 dB, sei das Risiko um 27 Prozent erhöht. Besonders ausgeprägt seien außerdem die Folgen des Lärmes für die Herzen derjenigen gewesen, die in ihrer Arbeit unter hohem psychischem Druck standen. Kein Zusammenhang mit dem Lärmpegel am Arbeitsplatz habe sich für den Schlaganfall gefunden, so ein weiteres Ergebnis der Studie. zg

 

 

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