Auf dem Bild ist ein aufgeschlagenes Buch zu sehen und darüber eine Hand, die in der geballten Faust einen Stift hält.
Foto: ELAnani/stock.adobe.com

Hilfsmittelverbände, darunter der Orthopädie.Technik Bundesinnungsverband und der Innungsverband für Orthopädie-Schuhtechnik Nordrhein-Westfalen, lehnen die Wiedereinführung von Ausschreibungen in der Hilfsmittelversorgung ab und haben sich mit einem gemeinsamen Positionspapier an die Bundesregierung gewandt. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit hätten gezeigt: Ausschreibungen gingen zulasten der Versorgungsqualität und damit zulasten der Patienten. Deshalb seien sie 2019 vom Gesetzgeber abgeschafft worden. Zudem stünde die Hilfsmittelversorgung unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Hinzu komme ab 2027 der gesetzliche 3-%-Abschlag auf vertraglich vereinbarte Preise. Viele Hilfsmittel müssten individuell ausgewählt und angepasst werden, heißt es in dem Papier. Diese Leistungen erforderten qualifiziertes Fachpersonal und Zeit. Sie seien kein Zusatz zum Produkt, sondern ein wesentlicher Teil der Versorgung. Würden sie durch zu niedrige Ausschreibungspreise unter Druck gesetzt, treffe das unmittelbar die Patienten. Weiterhin betonen die Hilfsmittelverbände, dass die bisherigen Erfahrungen mit Ausschreibungen keinen nachhaltigen Einspareffekt belegen, der die damit verbundenen Risiken für die Versorgung aufwiegen würden.

Impressum | Datenschutz | Kontakt | Abonnieren | Mediadaten

© 2018 hoerakustik.net