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Die Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC) hat den hochkomplexen Cochlea-Implantat(CI)-Versorgungs- und Behandlungsprozess analysiert und strukturiert, um einheitliche Empfehlungen aussprechen zu können, teilt Biermann Medizin in seinem Newsletter HNO-Heilkunde am 25.06.2018 mit. Diese Empfehlungen wurden in dem Weißbuch „Cochlea-Implantat(CI)-Versorgung in Deutschland“ im April 2018 veröffentlicht. Das Weißbuch stelle damit die Grundlage einer zukünftig geplanten Zertifizierung des Behandlungsprozesses unter Leitung der HNO-Fachgesellschaft dar. „Unser Ziel ist die Etablierung und Qualitätssicherung eines national einheitlichen Behandlungsstandards für alle Patienten“, wird Professor Stefan Dazert, DGHNO-KHC-Präsident, der federführend am Weißbuch mitgewirkt hat, in dem Newsletter zitiert. Parallel zur Erarbeitung des Weißbuches habe die DGHNO-KHC die inhaltliche Struktur eines nationalen wissenschaftlichen CI-Registers entwickelt und veröffentlicht. Dieses werde zukünftig durch die HNO-Fachgesellschaft wissenschaftlich begleitet. „Ziel des Registers ist die anonyme Erhebung von qualitätsrelevanten Informationen, um erstmals eine deutschlandweite, umfassende Datenlage zur Versorgungsstruktur und -qualität zu schaffen“, erläuterte Dazert gegenüber Biermann Medizin. „Damit legen wir das wissenschaftliche Fundament für die zukünftige Entwicklung der Versorgung von Menschen mit implantierbaren Hörsystemen in Deutschland.“    zg

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