0213PTBSo geht der OAE-Hörtest auch: Hinter dem Ohr befindet sich ein Knochenhörer und im Ohr ein Sondenlautsprecher.

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) ist bekannt für genaue Messungen. Jetzt hat ein Wissenschaftler der PTB laut des Onlineportals des Informationsdienstes Wissenschaft herausgefunden, wie der objektive Hörtest bei Neugeborenen „noch sicherer“ werden kann.

Dr. Makram Zebian habe die Töne beim sogenannten OAE-Hörtest nicht mit Hilfe von Lautsprechern, sondern per Knochenleitung übertragen.

0213MaicoBisher wird der OAE-Hörtest bei Babys mit Hilfe von zwei kleinen Lautsprechern und einem winzigen Mikrofon durchgeführt. Die PTB schlägt jetzt ein ergänzendes Messverfahren vor.

Ohrenärzte machen sich bei diesem Test das Prinzip der otoakustischen Emission (OAE) zunutze. Dabei werden die zwei oberen Töne eines Dur-Dreiklangs vorgespielt, den Grundton des Akkordes erzeugt das Ohr dann von selbst. Dieser Ton dränge normalerweise wieder aus dem Ohr heraus. Es könne jedoch bei der bisherigen Methode vorkommen, dass das nicht passiert. Dafür kämen jedoch verschiedene Ursachen infrage: Die beiden vorgespielten Töne kommen aufgrund von »stehenden Wellen im Gehörgang« gar nicht im Innenohr an, das Mittelohr ist beschädigt oder die Lautsprecher sind nicht genau genug.


Dr. Zebian habe nun festgestellt, dass auch mit Hilfe zweier Knochenleitungshörer oder einem Knochenleitungshörer und einem Lautsprecher otoakustische Emissionen erzeugt werden könnten. Letzteres habe sogar den Vorteil, dass nur ein Ohr benötigt werde. Das Baby könne dann bei der Messung auf der Seite liegen. Dr. Zebian schlägt laut der Mitteilung auf dem Onlineportal des Informationsdienstes Wissenschaft vor, das neue Verfahren in Kombination mit der bisherigen Vorgehensweise einzusetzen. „Die Ärzte haben also die Möglichkeit einer besseren Differenzialdiagnose“, erklärte der Wissenschaftler. Klinischen Studien müssten nun folgen. zg

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