IkiwanerWikimediaCommons.jpgDie Sonova Holding AG muss zwei Millionen Schweizer Franken Strafe zahlen, die Gewinnwarnung im März vergangenen Jahres sei zu spät erfolgt. Das hat die Schweizer Börse »SIX Swiss Exchange« jetzt offiziell mitgeteilt. Sie hatte zuvor nach eigenen Angaben geprüft, ob der schweizerische Hörgerätehersteller »den Markt über potenziell kursrelevante Tatsachen« rechtzeitig informiert habe.

Die Bestimmungen zur sogenannten »Ad hoc-Publizität« sähen vor, dass eine Mitteilung erfolgen müsse, »sobald er (der Emittent) von diesen (Tatsachen) in wesentlichen Punkten Kenntnis hat«. Die Sonova Holding AG hätte daher laut der Sanktionskommission der Schweizer Börse spätestens am 4. und nicht erst am 16. März 2011 eine Gewinnwarnung veröffentlichen müssen. Das Unternehmen gab bekannt, die Entscheidung zu akzeptieren, auch wenn »wir nicht überall mit der Würdigung und Begründung (…) einverstanden sind«, so der Präsident des Verwaltungsrates Robert Spoerry. Er sei jedoch froh, dass die Untersuchung nun abgeschlossen sei und »wir ein weiteres Kapitel in Bezug auf die Ereignisse im März 2011 beenden können«. Die Strafe entspricht mehr als 1,6 Millionen Euro. Sie belaste die Erfolgsrechnung von Sonova jedoch nicht, erklärte der Hörgerätehersteller. Es seien bereits im Finanzjahr 2010/11 entsprechende Rückstellungen gebildet worden. Die Sanktionskommission habe bei der Festsetzung die Schwere der Verletzung, des Verschuldens, die Strafempfindlichkeit berücksichtigt »sowie den Umstand, dass gegen die Gesellschaft in den vergangenen drei Jahren keine Sanktion ausgesprochen wurde«, so die Schweizer Börse.
zg

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