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Laut Gesetzesentwurf soll der gesetzliche Mindestlohn für Auszubildende 515 Euro im ersten Lehrjahr, im zweiten Lehrjahr 608 Euro, im dritten 695 Euro und im vierten Lehrjahr 721 Euro betragen, informierte das „Handelsblatt Online“. Bis 2023 solle der neue, im Koalitionsvertrag versprochene Mindestlohn im ersten Lehrjahr auf 620 Euro steigen – für ältere Lehrlinge jeweils um festgesetzte Prozentsätze mehr. Auf laufende Ausbildungsverträge solle der Mindestlohn keine Anwendung finden, auch Tarifverträge blieben weiterhin unberührt. Die Übergangsbestimmungen des Gesetzes sähen vor, dass der Mindestlohn erst für solche Lehrverträge gilt, die ab dem 01.01.2020 geschlossen werden. Für die Hörakustik ist für Auszubildende auf dem Onlineportal www.ausbildung.de eine durchschnittliche Ausbildungsvergütung von 350 bis 560 Euro im ersten Lehrjahr, von 390 bis 610 Euro im zweiten Lehrjahr und von 495 bis 720 Euro im dritten Lehrjahr angegeben. Die Bundesinnung der Hörakustiker KdöR (biha) empfiehlt 560 Euro für das erste Lehrjahr, 670 Euro für das zweite Lehrjahr und 780 Euro für das dritte Lehrjahr. Damit liegt die biha mit ihren Empfehlungen noch über dem gesetzlich festgelegten Mindestlohn für Auszubildende, denn die Bundesregierung hat ebenso eine jährliche Steigerung der Mindestausbildungsvergütung beschlossen. Betriebe, die mit ihrer bisherigen Bezahlung unter dem geplanten Mindestlohn für Auszubildende liegen, müssen sich ab dem kommenden Jahr also auf höhere Kosten für neue Auszubildende einstellen. jh/mse

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