In Sambia hat die Hörgesundheitsversorgung wie in vielen anderen afrikanischen Ländern eine niedrige Priorität im öffentlichen Gesundheitssystem. Es gibt kein nationales Neugeborenen- Hörprogramm und eine frühzeitige Identifizierung ist selten. Eine Studie an den Grundschulen von Lusaka, der Hauptstadt von Sambia, ergab, dass 11,5 % der Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren eine Hörbeeinträchtigung haben. Dieser Hörverlust bleibt meist unentdeckt, da Sambia nur wenige ausgebildete Audiologen hat. Dazu kommt, dass es den meisten öffentlichen Krankenhäusern an grundlegenden Diagnosegeräten fehlt. Stigmatisierung, Fehlinformationen und eingeschränktes Bewusstsein hindern Familien daran, Unterstützung zu suchen, sodass viele Kinder nicht die Chance auf richtige Pflege und Therapie erhalten, die sie eigentlich benötigen. Dies möchte die Christoffel-Blindenmission (CBM) ändern und untersuchte 2025 in Sambia mehr als 5 700 Kinder. Sie führte über 1 900 audiologische Untersuchungen durch. 60 Gesundheitsfachkräfte wurden von der Organisation geschult. CBM möchte die lokalen Systeme stärken, damit Kinder mit Hörproblemen in Sambia frühzeitig erkannt werden.
