Symbolbild FluglärmEine signifikant schlechtere Gefäßfunktion haben Forscher an der Universität Mainz nach eigenen Angaben in einer Untersuchung zum Nachtfluglärm festgestellt. „Diese Studie zeigt ganz konkret auf, wie und bei welchen Schallpegeln Gefäßschäden entstehen“, stellt der Leiter, Professor Dr. Thomas Münzel, in einer Pressemitteilung fest.

Infolge des Lärms würden viele freie Radikale gebildet, „die die Gefäßfunktion negativ beeinflussen“. Außerdem würde Fluglärm in der Nacht zu einer vermehrten Ausschüttung von Adrenalin führen und die Schlafqualität vermindern. An der Untersuchung hätten 75 gesunde Männer teilgenommen, die einem durchschnittlichen Lärm von 60 Dezibel ausgesetzt gewesen seien. „Mal waren es 30, mal 60 simulierte Nachtflüge. Zur Kontrolle hatten wir auch ein ,lärmfreies Nachtszenario‘“, schildert einer der Wissenschaftler, Dr. Frank Schmidt, in der Pressemitteilung die Vorgehensweise. Schließlich hätten sie festgestellt, dass sich die Männer nicht an den Fluglärm gewöhnt hätten, „sondern das Ausmaß der Gefäßschäden eher zunimmt“, schließt Professor Dr. Münzel. Das müsse jedoch in weiteren Studien näher geprüft werden, fordert er. zg


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