Stammzellen HaarzellenFünf Wissenschaftlern aus Indianapolis, USA, ist es offenbar gelungen, aus embryonalen Stammzellen von Mäusen innere Haarzellen des Ohrs zu züchten. Ihre Erkenntnisse könnten zu einem besseren Verständnis der Entwicklung des Innenohrs sowie von Störungen beitragen, stellten sie in einer Zusammenfassung ihrer Studie auf der Website des Fachmagazins „Nature“ fest. Die Zellen wären schrittweise und damit ähnlich wie bei der natürlichen Entwicklung entstanden.

Sie hätten funktionale Eigenschaften von „native mechanosensitive hair cells“ (natürliche Haarzellen) aufgewiesen und außerdem spezialisierte Schnittstellen mit sensorischen Neuronen ausgebildet. Ein Neuron ist eine Einheit aus Nervenzellen und ihren Fortsätzen. Bei Stammzellen handelt es sich um Köperzellen, die noch nicht spezialisiert sind und sich beliebig oft teilen können. Die Wissenschaftler Karl R. Koehler, Andrew M. Mikosz, Andrei I. Molosh, Dharmeshkumar Patel sowie Eri Hashino haben laut „Nature“ interdisziplinär an dem Projekt an der Indiana University School of Medicine gearbeitet. Sie forschen demnach teils in der Neurologie, teils in der Kopf- und Hals-Chirurgie sowie in der Psychiatrie. „Nature“ zählt zu einer der weltweit bedeutendsten Fachzeitschriften für die Naturwissenschaften. zg

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