Geräusche müssen normalerweise eine gewisse Lautstärke (Pegel) haben, damit die äußeren Haarzellen im Innenohr ausreichend angeregt werden. Vier Wissenschaftler um Yuttana Roongthumskul der Universität von Kalifornien haben laut einem Bericht im Fachmagazin „Physical Review Letters“ jetzt jedoch entdeckt, dass diese auch bei eigentlich unterschwelligen Reizen synchron schwingen können. „Das Phänomen scheint darauf zu beruhen, dass die Haarzellen bei unterschwelliger Anregung vom spontanen Schwingungszustand in regelmäßige Schwingungen übergehen können, was zu einem Höreindruck bei extrem geringer Anregung führen kann“, erklärt der Audiologe Professor Dr. Jürgen Kießling von der Universität Gießen. Das heißt, durch diesen Effekt wird das Gehör offenbar noch empfindlicher, als es ohnehin schon ist. zg

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