Foto: Neuro 2 Kind/Oticon Medical

Bilaterale Cochlea-Implantationen (BICI) erfolgen unter anderem mit dem Ziel, das Sprachverstehen im Störgeräusch zu verbessern. Dies werde bei gut hörenden Menschen durch den monauralen Kopfschatteneffekt und weitere binaurale Funktionen gewährleistet, heißt es dazu im Onlineportal „biermann-medizin.de“. Allerdings sei bei der Anwendung von BICI das Sprachverstehen im Störgeräusch nicht alleine vom Hören und Sprachverstehen beider Seiten abhängig, sondern unter anderem auch von der Dauer des Hörverlustes einer Seite und vom zeitlichen Abstand, innerhalb dessen die beiden Seiten versorgt wurden, heißt es dort weiter. In einer in „Ear and Hearing“ veröffentlichten Untersuchung sei bilaterales Sprachverstehen unter Ausschalten und unter Nutzung des Kopfschatteneffektes bei neun Patienten verglichen worden, die entweder frühkindlich ertaubt waren oder deren Ohren unterschiedliche Ertaubungsdauern aufwiesen. Dabei habe sich ergeben, dass das räumliche Hören nur gering zum Sprachverstehen im Störgeräusch beigetragen habe. In einigen Fällen, vor allem bei asymmetrischem Sprachverstehen oder großem Zeitabstand der bilateralen Versorgung, könne BICI das Sprachverstehen im Störgeräusch sogar verschlechtern, heißt es dort weiter.   zg

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