Foto: Arklu Ltd.

Behinderungen spielen bei herkömmli­chen Spielzeugen in der Regel keine Rol­le. Die Initiative #toylikeme setzt sich daher schon seit einigen Jahren dafür ein, dass Kinderspielzeug mehr der wirklichen Lebenswelt der Kinder entspricht. Auf ihrer Internetseite www.toylikeme.org bietet sie deshalb Spielzeuge – vom Plüscheinhorn bis zur Hulk-Figur – an, die in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern wie Shapeways modifiziert wer­den können. Sie können beispielsweise mit Hörhilfen oder sonstigen Prothesen ausgestattet werden. Einen Schritt weiter geht nun die Firma Arklu mit ihren Lottie-Puppen. Diese zeichnen sich nicht nur dadurch aus, dass sie kindlicher sind – ihr Körperbau entspricht dem eines neun­jährigen Kindes und sie sind auch diesem Alter entsprechend gekleidet. Mit der Lot­tie-Puppe „Mia“ gibt es nun auch eine Puppe, die serienmäßig mit einem Coch­lea-Implantat ausgestattet ist. Der Vor-teil, gesellschaftliche Vielfalt in Spielzeugen zu repräsentieren, konnte in Stu-dien bereits nachgewiesen werden: Diese verhelfen nicht nur Kindern mit Beein­trächtigungen zu einem besseren Selbst­wertgefühl, sondern auch nicht beein­trächtigte Kinder waren nach dem Spiel mit Spielzeugen wie der „Mia“-Puppe of­fener für Freundschaften mit Gleichaltri­gen, die sich beispielsweise aufgrund von Beeinträchtigungen von ihnen unter­schieden. mse

Impressum | Datenschutz | Kontakt | Abonnieren | Mediadaten

© 2018 hoerakustik.net