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Großstädte sind groß, bunt, wuselig – und vielerorts leider auch laut.

Wer Lieblingscafé, Museen und zahlreiche Geschäfte in Laufweite haben will, dessen Ohren zahlen einen Preis. Denn wie über 200 000 weltweit durchgeführte Hörtests der Mimi-Hörtest-App belegen, hat Lärm eine Auswirkung auf das sogenannte Höralter.Dieses unterscheidet sich nämlich bei Teilnehmern aus Großstädten stark von ihrem tatsächlichen Alter. Die Differenz des Höralters zum tatsächlichen Alter der Teilnehmer gibt Aufschluss darüber, wie gut oder schlecht deren Gehör ist. Beispielsweise beträgt das durchschnittliche Höralter in Berlin +12,87 Jahre. Das bedeutet, dass das Höralter eines durchschnittlichen Hauptstadtbewohners dem eines um 12,87 Jahre älteren gesunden Menschen entspricht. Berlin liegt damit auf Platz 14 der Tabelle. Festgestellt wurde, dass es einen starken Zusammenhang zwischen der Lärmbelastung und der Hörminderung gibt. Abhängig von der Lautstärke der Stadt werden zum tatsächlichen Alter der Bewohner statistisch unterschiedlich viele Jahre addiert. Am wenigsten kommen in schweizerischen Zürich hinzu (+ 10,63), am meisten in der indischen Hauptstadt Delhi (+19,34). Deutsche Metropolen wie Hamburg (+11,46, Platz 7), Stuttgart (+ 11,46, Platz 11) oder Frankfurt am Main (+ 12,78, Platz 22) liegen zumindest in der ersten Tabellenhälfte. Lauter geht es beispielsweise in Moskau (+16,17), Paris (+15,26), Rom (+15,67), Madrid (+16,26) oder Istanbul (+18,33) zu. Bewusste Pausen fürs Gehör sind also gerade für Großstädter besonders wichtig.   epa/AF

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