Foto: Pixabay

Das Landessozialgericht (LSG) Berlin-Brandenburg hat am 21.02.2022 ein Urteil (Az L 3 U 148/20) bekannt gegeben, wonach der Weg zum Hörakustiker nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung fällt. Laut einem Bericht auf „juraforum.de“ hatte eine Fahrdienstleiterin der Deutschen Bahn geklagt. Einer Vereinbarung mit ihrem Arbeitgeber zu Hörakustikfolge musste sie aufgrund ihrer Schwerhörigkeit bei der Arbeit immer ein Hörgerät tragen und eine Ersatzbatterie mit sich führen. Weil das Hörgerät während ihrer Spätschicht ausgefallen war, wollte sie am nächsten Tag beim Hörakustiker eine Ersatzbatterie besorgen. Vor dem Geschäft stürzte sie und zog sich Verletzungen zu. Laut LSG fällt die Beschaffung eines Hörgeräts nur dann unter den gesetzlichen Unfallschutz, wenn dieses „nahezu ausschließlich beruflich genutzt“ wird. Da die Klägerin auch außerhalb ihrer Arbeit auf das Hörgerät angewiesen sei, hätte sie sich die Ersatzbatterie vorausschauend in ihrer Freizeit kaufen können, so das LSG.          ML

Impressum | Datenschutz | Kontakt | Abonnieren | Mediadaten

© 2018 hoerakustik.net