Dicht besiedelte Regionen wie das Ruhrgebiet sind offenbar nicht gut für das Gehör. Das hat zumindest eine Auswertung von 120000 Hörtests ergeben, die im vergangenen Jahr in den Fachgeschäften der Geers Hörakustik AG & Co. KG gemacht und von TNS Emnid ausgewertet wurden, heißt es in einer Pressemitteilung der Filialkette. „Dass vor allem große Ballungsräume auf den hinteren Plätzen liegen, kann mit der sehr hohen Lärmbelastung in diesen Regionen erklärt werden“, so eine Hörgeräteakustikermeisterin laut Geers.

Auf den hinteren Rängen lägen Bottrop, Trier, Oberhausen, Duisburg und Gelsenkirchen. „Metropolen wie Berlin (25), Hamburg (29) und München (35) finden sich im Mittelfeld.“ Die vordersten Plätze belegen laut der Studie die Städte Oldenburg, Koblenz, Führt, Osnabrück und Darmstadt, so Geers. Einbezogen wurden laut Geers 59 Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern. „Die Unterschiede zwischen den Städten sind deutlich: Die letztplatzierte Stadt weist einen durchschnittlichen Fletcher-Index von 60,9 Punkten auf. In der bestplatzierten Stadt liegt er lediglich bei 44,9“, wird der Geschäftsführer von TNS Emnid zitiert. Der Fletcher-Index gebe die Hörfähigkeit beim Menschen im Frequenzbereich zwischen 500 und 4 000 Hertz an. Mit der Studie „So hört Deutschland!“ wolle Geers zum „Tag gegen Lärm“ (24. April) auf einen bewussten Umgang mit dem Hören aufmerksam machen. Ausgewertet wurden laut der Pressemitteilung auch das Gehör von Männern und Frauen in verschiedenen Lebensphasen. „Die Ergebnisse bestätigen, dass Männer in jedem Alter schlechter hören als Frauen“, erklärte Geers. zg

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