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Zum Tag der Verkehrssicherheit am 19. Juni 2021 untermauerter der Bundesverband der Hörsystemeindustrie (BVHI) die Forderung von Hörakustikern und HNO-Ärzten nach regulären Hörtests ab dem 50. Lebensjahr. In Deutschland leben zehn Millionen Menschen, die nach eigenen Angaben hörgemindert sind. Allerdings unternimmt nur ein Drittel der Betroffenen etwas dagegen.

68% der bundesweit befragten Hörgeräteträger bestätigen, sich nach der Versorgung ihrer Schwerhörigkeit wieder sicherer im Straßenverkehr zu bewegen (Quelle: EuroTrak Germany 2018).

Da in Deutschland die regelmäßige Überprüfung des Gehörs im Erwachsenenalter aber dem Einzelnen überlassen ist, fordert der BVHI, Anreize für eine frühzeitige Versorgung zu setzen und Hörscreenings ab einem Alter von 50 Jahren in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen. Auch HNO-Ärzte betonen die medizinische Notwendigkeit dieser Forderung. „Altersbedingter Hörverlust beginnt schleichend und anfänglich unbemerkt. Durch Kompensationsmechanismen wird das richtige Hören regelrecht verlernt. Um den damit verbundenen Risiken entgegenzuwirken, ist ein Hörscreening ab dem 50. Lebensjahr als Früherkennungsuntersuchung medizinisch erforderlich", betont Priv.-Doz. Dr. med. habil. Jan Löhler, Direktor des Wissenschaftlichen Institutes für angewandte HNO-Heilkunde des Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V. (BVHNO).

  • 12 Prozent der Bundesbürger halten ihre Hörfähigkeit für gemindert (Quelle: EuroTrak Germany, 2018)
  • 37 Prozent von ihnen tragen Hörgeräte (Quelle: EuroTrak Germany, 2018)
  • 39 Milliarden Euro betragen die jährlichen Kosten für unversorgte Hörminderungen in Deutschland (Quelle: Hearing Loss – Numbers and Costs, 2019)

Eine Ausweitung der Hörgeräteversorgung trägt dazu bei, diese Kosten sowie die Risiken von Folgeerkrankungen nachhaltig zu senken.   AM

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