Am Osterwochenende wurde bekannt, dass Gesundheitsminister Jens Spahn ein weiteres Gesetzespaket zur Unterstützung von Leistungserbringern im Gesundheitswesen plant. Davon sollen neben Zahnärzten auch die Heilmittelerbringer ‒ wie zum Beispiel Physiotherapeuten, Masseure, Logopäden und medizinische Fußpfleger ‒ profitieren. Darauf reagierten nun die Gesundheitshandwerke und forderten den Bundesminister in einem Schreiben auf, die Maßnahmen auszuweiten. Die Betriebe der Gesundheitshandwerke benötigten als systemrelevante Gesundheitsberufe einen gleichberechtigten Rettungsschirm wie Ärzte, Zahnärzte und spätestens die Heilmittelerbringer, heißt es in dem Brief. Aufgrund der klein- und mittelständigen Struktur der Gesundheitshandwerke seien ihre finanziellen Reserven sehr schnell erschöpft, bereits jetzt beliefen sich die Umsatzrückgänge teilweise auf bis zu 100 Prozent. Sollten die ansonsten leistungsfähigen und innovativen Strukturen der über 30 000 Betriebe des Gesundheitshandwerks mit circa 190 000 Beschäftigten und 18 000 Auszubildenden durch die Pandemie gefährdet werden, wäre dies nicht zuletzt ein großer Schaden für das deutsche Gesundheitssystem.     Zg

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