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Gemäß eines Urteils des Landessozialgerichtes Darmstadt habe ein schwerhöriger Versicherter, der als Projektleiter für die Bauüberwachung von Großbaustellen zuständig ist, Anspruch auf höherwertige Hörgeräte, die sich automatisch wechselnden Geräuschkulissen anpassen. Geklagt hatte ein 55-jähriger Schwerhöriger, der bei der Rentenversicherung die Bewilligung neuer Hörgeräte für 4.300 Euro beantragte, da sich sein Gehör verschlechtert habe, er berufsbedingt aber weiterhin auf gutes Hörverstehen angewiesen sei. Sechs Jahre zuvor hatte ihm die Rentenversicherung die Hörgeräte noch als Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben gewährt, diesmal leitete sie den Antrag jedoch an die aus ihrer Sicht zuständige gesetzliche Krankenkasse weiter. Diese hielt jedoch eigenanteilsfreie Hörgeräte für ausreichend und leistete dementsprechend nur den Festbetrag in Höhe von 1.614 Euro. Dagegen hatte der Versicherte geklagt und vom Landessozialgericht Darmstadt Recht bekommen, da aufgrund rentenversicherungsrechtlicher Vorschriften behinderte Menschen einen Anspruch auf medizinische Rehabilitation hätten, um Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit zu vermeiden, zu überwinden oder zu mindern. Das umfasse auch Hilfsmittel wie Hörgeräte, wenn der Versicherte aufgrund der typischen Anforderungen seiner Berufstätigkeit hierauf angewiesen sei. Diese Voraussetzungen lägen bei dem Versicherten vor, so die Einschätzung des Landessozialgerichtes Hessen. zg

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