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Die Food and Drug Administration (FDA) teilte Anfang Oktober in einer Pressemitteilung mit, dass sie der Firma Bose die Zulassung für den Verkauf eines Hörgerätes erteilt habe, welches Nutzer sich selbst anpassen könnten. Das Gerät müsse jedoch von der FDA noch festzulegende Kriterien erfüllen. Derzeit sei die FDA dabei, Regelungen für eine neue Kategorie Over-the-Counter(OTC)-Hörgeräte zu konzipieren, wie im FDA Reauthorization Act of 2017 gefordert, heißt es dort weiter. Die FDA hat drei Jahre Zeit, diese Kriterien festzulegen. Bose kann die neuen Geräte erst verkaufen, wenn die neue Kategorie konzipiert und sichergestellt ist, dass die Bose-Hörgeräte deren Regelungen entsprechen. Grundsätzlich sei das genehmigte Gerät gedacht für den Ausgleich von leichten bis mittleren Hörverlusten bei Personen über 18 Jahren. Anpassen könnten die Nutzer sich das Hörgerät mittels einer App selbst, heißt es dort weiter. Daten aus klinischen Studien mit 125 Patienten hätten gezeigt, dass die Ergebnisse der Selbstanpassung des Bose-Hörgerätes im Schnitt hinsichtlich Verstärkung, Sprache-im-Störgeräusch-Test und Gesamtnutzen vergleichbar seien zu Anpassungen, die von einer Fachkraft vorgenommen wurden. Es sei sogar so gewesen, dass die Studienteilnehmer ihre eigene Einstellung der professionellen Einstellung vorzogen, heißt es dort weiter. Das Bose-Hörgerät ist die erste Hörhilfe, die von Nutzern selbst angepasst werden kann, welche die FDA für den Verkauf auf dem amerikanischen Markt zugelassen hat. Notiz von dem Produkt nahm offensichtlich auch nicht nur die Branche, sondern auch die Börsenanleger. Die Aktienkurse der etablierten Hörgerätehersteller Sonova, William Demant und GN Store Nord brachen um zehn Prozent und mehr ein. mse/zg

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