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Gemäß der aktuellen Follow-up-Umfrage „EuroTrak 2018“ des Schweizer Marktfor­schungsunternehmens Anovum, das die­se im Auftrag der Europäischen Vereini­gung der Hörgerätehersteller (EHIMA) durchführt, tragen heute etwa 37 Prozent aller schwerhörigen Menschen in Deutsch­land ein Hörgerät. 2015 waren es noch zwei, 2009 sogar fünf Prozentpunkte we­niger. Auch das Bewusstsein für Hörge­sundheit nimmt zu. Zwar zeigte die Stu­die, dass die Leute umso eher Hilfe such­ten, je schwerer ihr Hörverlust war, sie zeigte aber auch, dass im Vergleich zu 2015 erste Symptome einer Hörminde­rung früher ernst genommen werden und ein Spezialist aufgesucht wird. Allerdings warten die meisten dennoch zu lange, im Schnitt etwa zwei Jahre. Ein möglicher Grund hierfür könnte in der Finanzierung der Hörsysteme liegen. Laut der Studie weiß fast jeder zweite Befragte nicht, dass er bei der Anschaffung von Hörsystemen von der Krankenkasse unterstützt wird. Elf Prozent sind sich sogar sicher, dass dies nicht der Fall ist. Ein weiteres Ergeb­nis der Studie ist, dass Hörsystemträger auf zunehmende Akzeptanz stoßen: Nur zwei Prozent der Befragten haben nega­tive Erfahrungen gemacht, 84 Prozent fühlen sich von ihrem Umfeld angenom­men. Negative Reaktionen gibt es eher wegen unbehandelter Schwerhörigkeit. Insofern, so ein weiteres Ergebnis der Studie, räumten 60 Prozent der Hörsys­temträger rückblickend ein, dass sie sich schon viel früher hätten Hilfe suchen sollen.   zg

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