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Kindergeschrei könne bei einer Erzieherin nicht als Arbeitsunfall gewertet werden, meldete die „Ärzte Zeitung online“ am 19.02.2018 ein Urteil des Sozialgerichtes Dortmund. Geklagt hatte eine Erzieherin in einem heilpädagogischen Heim, der ein Kind so laut ins Ohr gebrüllt haben soll, dass sie seitdem einen Tinnitus habe. Dies wollte sie als Arbeitsunfall anerkennen lassen und forderte von der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen einen Tinnitus-Masker. Die zuständige Unfallkasse lehnte das jedoch zu Recht ab, ent­schied das Sozialgericht Dortmund. Der Tinnitus sei nicht als Arbeitsunfall zu werten, da aus Sicht der Richter ein einzelner Schrei keinen Tinnitus hervorrufen könne. In der Wissenschaft sei lediglich anerkannt, dass laute Schreie vorübergehende Hörminderungen verursachen könnten, bleibende Hörschäden seien aber nicht zu erwarten, so die Argumentation der Richter. zg

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