Foto: AdobeStock/Axel Kock

Dem Verständnis, wie der Mensch hört, sind Göttinger Wissenschaftler einen Schritt näher gekommen, heißt es im Onlineportal „innovations report“. Die Umwandlung von akustischer Information in ein Nervensignal erfolge an speziellen Kontaktstellen, Bandsynapsen genannt, zwischen Haarsinnes-und Hörnervenzellen im Innenohr. Dort werde Information über den Schall mittels Freisetzung von Bläschen (synaptischen Vesikeln) weitergegeben, die mit Botenstoffen gefüllt sind. Die Forscher konnten nun nachweisen, dass, anders als bislang angenommen, bei der Umwandlung von akustischer Information in ein Nervensignal an der Haarzellsynapse im Innenohr überwiegend einzelne synaptische Vesikel freigesetzt werden. Das deute darauf hin, dass es an der Haarzellsynapse bei moderatem Schall sogar ausreiche, ein einzelnes mit dem Botenstoff Glutamat gefülltes synaptisches Vesikel freizusetzen, um in der Hörnervenzelle einen Nervenimpuls auszulösen, was die Empfindlichkeit der Hörnervenzelle für Glutamat zeige. Diese hohe Effizienz habe aber, so die Einschätzung der Forscher, auch ihren Preis. Zu lauter Schall könne diese emp­findliche Zelle durch Glutamat-Übererregung unwiederbringlich schädigen. zg

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