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Ein internationales Forscherteam unter Führung der Universität Glasgow hat ein Verfahren entwickelt, das Lippenlesen auch dann ermöglicht, wenn der Gesprächspartner eine Mund-Nase-Maske trägt. Wie die Universität Glasgow berichtet, arbeiten herkömmliche Verfahren zum Lippenlesen mit Kameras, was datenschutzrechtlich bedenklich ist und beim Tragen einer Mund-Nase-Maske nicht funktioniert. Zur Entwicklung des neuen Verfahrens wurden die Gesichter von Probanden bei der Wiedergabe von Vokallauten mit Hochfrequenzsignalen, einem speziellen Radarsensor und einem WiFi-Sender gescannt. Mit den Scans wurden Lernalgorithmen darauf trainiert, Vokale an den Lippen- und Mundbewegungen zu erkennen. Mit WiFi erzielten die Forscher Trefferquoten von 95 % (ohne Maske) und 80 % (mit Maske). WiFi als weitverbreitete und erschwingliche Technik bietet sich nach Ansicht der Forscher an, um als eigenständige Technologie oder integriert in ein multimodales Hörgerät das Lippenlesen zu ermöglichen.         ML

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