Der Hörgeräte-Hersteller Sonova hat Mitte März seine neuen Umsatz- und Gewinnaussichten für das laufende Geschäftsjahr 2010/11 bekannt gegeben. Dabei sprach das Unternehmen überraschend auch eine Gewinnwarnung aus, die im Nachgang zu erheblichen Einbußen des Aktienkurses geführt hat.
Drei Ursachen lägen den korrigierten Umsatz-Erwartungen von rund 1,6 Milliarden Schweizer Franken (CHF) (ca. 1,2 Milliarden Euro) (bisher: ca. 1,62 bis 1,65 Milliarden CHF bzw. 1,25 bis 1,28 Milliarde Euro) zugrunde: die Kosten der Rückruf-Aktion des Cochlea-Implantats der Tochterfirma Advanced Bionics von rund 65 Millionen CHF (ca. 50,3 Millionen Euro), ein verringertes Umsatzwachstum bei konventionellen Hörsystemen in Höhe von 40 bis 50 Millionen CHF (etwa 30,9 bis 38,7 Millionen Euro) sowie negative Währungseinflüsse. Auf Nachfrage der »Hörakustik« rührt das geringere Umsatzwachstum bei Hörgeräten jedoch nicht vom deutschen Markt her, sondern vor allem von der verzögerten Einführung der Hörsysteme der Spice-Generation in den USA durch eine unklare aufsichtsrechtliche Situation. Sonova erwartet trotz der Korrektur, dass die Wachstumstreiber des Hörgeräte-Marktes unverändert bleiben. Am 24. Mai wird der abschließende Geschäftsbericht 2010/11 vorgelegt. red

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