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Hörverlust ist ein großes Problem für die Gesundheit europäischer Bürger und droht, großen Druck auf die Gesundheits- und Sozialsystem auszuüben, wenn nicht gehandelt wird. Maßnahmen europäischer Entscheidungsträger sind demnach erforderlich, um das Bewusstsein über den Hörverlust zu erhöhen.

Um diesen Prozess zu fördern, haben sich acht Organisationen zu einer europäischen Koalition von Schwerhörigkeit und Behinderung gegründet. Die Koalition ruft die europäischen Mitgliedstaaten unter anderem dazu auf, gemeinsam die beste Betreuung von Hörverlust zu teilen, inklusive Vorsorgemaßnahmen und Früherkennungsprogrammen, um einen Hörverlust identifizieren und diagnostizieren zu können. Die Koalition will zudem einen Zugang zu Hörsystemen, Cochlea-Implantaten (CI), Hörgeräten und anderen technischen Hilfen einschließen und Altersgrenzen für Fördermaßnahmen bei Behinderten abschaffen. „Inzwischen ist mehrfach belegt, dass die Vernachlässigung einer Hörminderung ungleich höhere Kosten birgt als deren Prävention und frühzeitige Therapie. Vorsorgemaßnahmen, wie zum Beispiel ein gesetzliches Hörscreening für Menschen ab dem 50. Lebensjahr, würden die Gesundheits- und Sozialsysteme der EU-Mitgliedstaaten deutlich entlasten. Mit dem Manifest rufen die europäischen Schwerhörigen-, Hörakustiker-, Industrie- und Ärzteverbände gemeinsam die politischen Entscheider dazu auf, dieser Erkenntnis Taten folgen zu lassen“, sagt Dr. Stefan Zimmer, Generalsekretär der European Hearing Instrument Manufacturers Association (EHIMA), die Koalitionsmitglied ist. zg

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