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Immer öfter gibt es die Forderungen, wonach ältere Autofahrer nur noch mit einem Nachweis oder verpflichtenden Gesundheitschecks Auto fahren dürfen. Dieser Forderung erteilt die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) eine Absage. „Dieses pauschale Vorgehen ist aus medizinischer Sicht grundsätzlich abzulehnen“, sagt Professor Jürgen M. Bauer, DGG-Präsident. Auch Zahlen des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) würden belegen, dass Menschen ab dem 65. Lebensjahr vielmehr gefährdet seien, als dass von ihnen eine Gefahr ausginge, heißt es in einer Pressemeldung der DDG. 30 Prozent der Verkehrstoten in Deutschland sind 65 Jahre alt und älter. Fast jeder zweite getötete Radfahrer oder Fußgänger fällt in die gleiche Altersklasse. „Was wirklich hilft, sind regelmäßige, freiwillige Gesundheitschecks aus einer geriatrischen Perspektive, bei denen auch Mehrfacherkrankungen, die Medikamentenversorgung und altersbedingte Einschränkungen gezielt untersucht werden“, so Bauer. zg

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