Foto: Fotolia/mycteria

Bei Menschen werden Geräusche durch Druckunterschiede wahrgenommen, die das Trommelfell in Schwingung versetzen. Die meisten Insekten hören dagegen mit ihren Haaren. Forscher der Binghamton University haben dieses Hören beim Spinnen untersucht. Spinnenseide besitze die Fähigkeit, die Geschwindigkeit der Luft anstatt des Druckes aufzunehmen. Sie sei dünn genug, um sich mit der Luft zu bewegen, wenn sie mit Schallwellen in Kontakt komme. Das berichtete die Universität auf ihrer Internetseite. Das würde sogar mit Infraschall bei einer Frequenz von weniger als 3 Hz funktionieren. Während die Spinnenseide die Richtung des Luftstromes mit großer Genauigkeit auffängt, muss die Information in ein elektrisches Signal überführt werden, um sie zu benutzen. Die Forscher haben Spinnenseide mit Gold ummantelt und in ein magnetisches Feld gegeben, um ein elektrisches Signal zu erhalten. Das Ergebnis: Die Richtungserkennung ließe sich für eine Vielzahl von Frequenzen mit dem Verfahren verbessern. Für jemanden mit einem Hörgerät würde das bedeuten, dass er bei einem Gespräch in einem überfüllten Raum Hintergrundgeräusche ausblenden könnte. zg/epa

 

Impressum | Datenschutz | Kontakt | Abonnieren | Mediadaten

© 2018 hoerakustik.net