Jedes vierte Ausbildungsverhältnis in Deutschland scheitert. Für viele Unternehmen wird das zunehmend zum Problem. Denn der Bewerbermarkt ist leergefegt und für Unternehmen sind Auszubildende heute oft wertvoller als je zuvor.

Betriebe suchen deshalb vermehrt nach Wegen, den schwierigen Spagat zwischen Erziehung und fachlicher Ausbildung zu meistern. Als Hauptursache für die hohe Abbrecherquote nannte jeder zweite Abbrecher bei einer Umfrage des Bundesinstitutes für Berufsbildung „Probleme mit den Ausbildern und Kollegen“. Gründe hierfür liegen auch darin, dass von Ausbildern heute erwartet wird, dass sie neben der fachlichen Qualifizierung mehr und mehr Erziehungsaufgaben übernehmen. Eine der Ursachen dafür sei auch, dass gerade die Jugendlichen, die früher nicht oder nicht sofort einen Ausbildungsplatz bekommen hätten, jetzt sofort einen Platz finden, weil insgesamt Bewerber fehlen. Ausbilder müssen an dieser Situation aber nicht verzweifeln, vielmehr lohnt es sich, dass Unternehmen spezielle Förderangebote für ihre Mitarbeiter entwickeln, damit diese dann für die Herausforderung Azubi gewappnet sind. Erfahrene Pädagogen haben nun an den Eckert-Schulen in Augsburg ein Pilotprojekt entwickelt, das Hilfe schaffen soll. Die Workshops tragen den Titel „Mein Azubi treibt mich in den Wahnsinn“ und erfreuen sich seit ihrer Premiere vor zwei Jahren wachsender Beliebtheit. zg

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