Das Leben ist kein Ponyhof; nur die Harten kommen in den Garten und ein Indianer kennt keinen Schmerz – solche und andere Sprüche hat wohl jeder schon einmal gehört. Bei einigen haben sie vielleicht dazu geführt, dass sie nicht mehr über ihre Sorgen und Nöte sprechen. Auch dann nicht, wenn das Problem so groß geworden ist, dass es einen um den Schlaf bringt. Zum Beruf des Hörakustikers gehört der Umgang mit Kunden, weshalb so mancher sich hier gut aufgehoben fühlt und reden möchte. Wie der Akustiker hiermit umgehen kann, lesen Sie hier.



Viele hör­geschädigte Menschen versuchen über Mimik, Gestik und Mundablesen den Gesprächspartner zu verstehen. Beim Zuhören passiere also vieles gleichzei­tig, und dennoch können hörbeeinträchtigte Menschen einen Gespräch oft nicht komplett folgen.

So könnten etwa hörgeschädigte Studierende nicht einfach mitschreiben, denn sie brauchten ihre ganze Aufmerksamkeit, um mithilfe des Absehens zu verstehen. Dabei würden sie dem Hören auch noch hinterher, weil sie das Gehörte erst einmal verarbeiten müss­ten und damit die Konzentration für weitere Informationen verlieren.


Mit Situationen wie dieser seien Hörgeschädigte jedes Alters und in fast allen Lebenslagen konfrontiert. Daraus ergebe sich eine permanente Anspan­nung. Um sich von diesem Stress zu entspannen übernehmen einige Krankenkassen sogar einen Teil der Kosten für verschiedene Kurse.


Einigen, so raten die Experten im „Hörakustik“-Beitrag, mit extremen seelischen Belastungen benötigen jedoch psychotherapeutische Hilfe oder Seelsorge. Hierzu gibt es in allen deutschen Bundesländern verschiedene Beratungsstellen mit Fachleuten, die speziell für die Nöte und Sorgen von Schwerhörigen fachlich ausgebildet sind.


Der Ausdruck Seelsorge ist eine im Deutschen geschichtlich gewachsene Bezeichnung, die sich aus den Wörtern Seel und Sorge zusammensetzt. Die persönliche geistliche Begleitung und Unterstützung eines Menschen insbesondere in Lebenskrisen durch einen entsprechend ausgebildeten Seelsorger, nicht immer einen Geistlichen der jeweiligen Konfession, hat unterschiedliche Konzepte. So gibt es das Gespräche unter vier Augen oder aber auch die Telefonseelsorge.


Ganz gleich an wen man sich hier wendet, der Seelsorger unterliegt dabei der Schweigepflicht oder seiner noch strengeren Variante, dem Beichtgeheimnis.


Mehr dazu in der September-Ausgabe. „Hörakustik“ – einfach mehr wissen.

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