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Entscheidung des Monats

Ausstellernachrichten zum EUHA-Kongress 2021

… dass 40 bis 100 von 100 000 Menschen pro Jahr einen Hörsturz erleiden? Dabei kann der Betreffende plötzlich meist einseitig deutlich weniger hören, hat das Gefühl eines verstopften Ohres. Als ein Auslöser gilt Stress. Hilfreich sind oft Ruhe und Abwarten sowie der Hals-Nasen-Ohrenarzt.

… dass etwa 15 500 Haarsinneszellen im Innenohr zum Hören beitragen? Davon sind rund 12 000 äußere Haarzellen, die in drei Reihen angeordnet sind und die Schallwellen innerhalb der Cochlea (Hörschnecke im Innenohr) mechanisch verstärken. Daneben gibt es circa 3 500 innere Haarzellen, die in einer Reihe angeordnet sind und die mechanischen Schwingungen in Nervenimpulse umwandeln. Diese werden dann zur Weiterverarbeitung an das Gehirn weitergeleitet.

… dass die etwa erbsengroße Hörschnecke beim Menschen 2½ Windungen hat? Katzen haben 3½ Windungen, Meerschweinchen 4½. Die evolutionär sehr alten Schnabeltiere haben eine mehr oder weniger gestreckte, stabförmige Gehörschnecke. Die Schneckenform verstärkt besonders tiefe Töne, die sonst nicht mehr wahrnehmbar wären. Je mehr Windungen vorhanden sind, desto besser können tiefe Töne gehört werden und die gehörten Frequenzen differenzierter analysiert werden.

… dass tiefe Töne einen weiteren Weg im Ohr haben als hohe? Am Eingang der Hörschnecke nehmen Menschen nämlich hohe Töne von etwa 20 000 Hertz wahr, Richtung Ende der Windungen ist die Hörschnecke empfindlich für tiefe Frequenzen bis etwa 16 Hertz. Echte Schnecken können übrigens nicht hören, da sie kein entsprechendes Organ besitzen, können aber Vibrationen wahrnehmen.

… dass schon 12 bis 24 Stimulationspunkte wieder für gutes Hören und Verstehen, sogar am Telefon, sorgen können? So viele Elektroden, platziert auf einem Elektrodenträger, regen, abhängig vom Hersteller, nämlich bei modernen Cochlea-Implantaten den Hörnerv elektrisch an. Die Anregung erfolgt mit ausgeklügelten Strategien für einen immer natürlicheren Höreindruck. Anja Facius

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