Foto: geralt/Pixabay

Ist die Hörakustik eine Männerdomäne? Weit gefehlt – mit über 60 Prozent hat die Hörakustik eine sehr hohe Frauenquote, schreibt die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) auf ihrer Internetseite „Richtig gut hören“. Hörakustikerinnen machen sich überdurchschnittlich häufig selbstständig und schaffen somit neue Arbeitsplätze, ist dort zu erfahren. Auf höchster Ebene wird die Branche ebenfalls von einer Frau repräsentiert: Seit 1998 ist Marianne Frickel Präsidentin der Bundesinnung; 1979 hat die Hörakustikermeisterin ihr erstens Fachgeschäft in Hanau eröffnet, im Laufe der Jahre kamen sieben weitere hinzu.

Und wie sieht es im Handwerk allgemein aus? Bei den Auszubildenden liegt der Frauenanteil bei 18,3 Prozent, heißt es in einer Pressemitteilung des Kampagnenbüros Handwerk. Das Gros der Frauen arbeitet jedoch vor allem in den kreativen Handwerksberufen. Die Kosmetik ist mit einem Frauenanteil von 99,2 Prozent fast vollständig in weiblicher Hand, dicht gefolgt vom Maßschneider- (84 Proznt) und Konditorenhandwerk (80,4 Prozent), den Gold- und Silberschmieden (76,6 Prozent) und Friseuren mit 74,7 Prozent. In den gewerblich-technischen Berufen zeigt sich aber ein anderes das Bild: Bei den Maurern und Betonbauern (Frauenanteil 1,1 Prozent), den Informationstechnikern (1,9 Prozent) und den Klempnern/Spenglern (2,1 Prozent) sind Frauen rar.

Aber: Frauen, die sich für das Handwerk entschieden haben, sind mit ihrer Berufswahl überwiegend sehr glücklich. Das belegt die Studie „Handwerksstolz“ von Dr. Ann-Kathrin Blankenberg vom Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und Mittelstandsforschung der Georg-August-Universität Göttingen, in der fast 2 000 Handwerkerinnen und Handwerker befragt wurden. Nach Angaben des Kampagnenbüros Handwerk äußerten Frauen eine besonders hohe Zufriedenheit mit ihrem Beruf. 86,6 Prozent von ihnen gibt der Handwerksberuf ein gutes Gefühl und 86,8 Prozent sehen in ihrem Beruf ihre Leidenschaft.

 

Zur Geschichte des Internationalen Frauentags:

Die deutsche sozialistische Politikerin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin schlug am 27. August 1910 auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentags vor, schreibt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auf seiner Internetseite. 1911 wurde der Internationale Frauentag dann zum ersten Mal begangen – zunächst in den vier europäischen Ländern Dänemark, Deutschland, Österreich, Schweiz sowie in den USA. Hauptforderung war damals das aktive und passive Wahlrecht für Frauen. Mehr als eine Millionen Frauen gingen an diesem ersten Internationalen Frauentag auf die Straße. Heute wird am 8. März weltweit für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung von Frauen demonstriert. Im Berlin ist der Internationale Frauentag ein gesetzlicher Feiertag.      nr

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