Neben der Möglichkeit der Herabsetzung von Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuervorauszahlungen sowie der zinslosen Stundungsmöglichkeit von Einkommen-, Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer gibt es nun auch die Möglichkeit der Herabsetzung der Sondervorauszahlungen zur Umsatzsteuer für das Jahr 2020. Das heißt konkret: Für die Unternehmen, die in 2020 monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung einreichen müssen und für die eine Dauerfristverlängerung beantragt und infolgedessen eine Sondervorauszahlung zur Umsatzsteuer 2020 entrichtet wurde, gibt es nun die Möglichkeit, die Sondervorauszahlung zur Umsatzsteuer für das Jahr 2020 auf Antrag teilweise oder vollständig (das heißt auf 0 Euro) herabsetzen zu lassen. Voraussetzung dafür ist: Das Unternehmer muss unmittelbar und nicht unerheblich von der aktuellen Coronakrise betroffen sein.

Bei der Stundung der Umsatzsteuervoranmeldung ist allerdings Vorsicht geboten: Die Umsatzsteuern stellen für den Unternehmer nur einen durchlaufenden Posten dar. Das heißt, diese Beträge werden vom Unternehmer vereinnahmt und sollten auch an das Finanzamt weitergereicht werden. In Ausnahmefällen kann eine Stundung sinnvoll sein, zum Beispiel bei einer Sollversteuerung oder wenn die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen wegen der Coronakrise verspätet nachkommen. red

 

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