Die Hörakustiker, die auch Kunden mit einem Tinnitus betreuen, bekommt es früher oder später auch mit einer zusätzlichen Geräuschüberempfindlichkeit (GÜ) zu tun. Doch wie kann der Akustiker erkennen, wie ausgeprägt sein Kunde unter der Hyperakusis leidet, und welche Hilfen kann er ihm anbieten? Antworten gibt in der monatlichen Tinnituskolumne der Experte Professor Dr. Gerhard Goebel. Wie der Umgnag mit einem solchen Kunden aussehen kann, beschreibt der Tinnitus-Experte anhand eines Beispiels in der aktullen "Hörakustik". Hierzu zählt unter anderem, dass nach der Diagnostik zunächst ein individuelles Hyperakusis-Krankheitsmodell entwickelt wird, das Anamnese, Befunde und Aspekte der Entstehung und Aufrechterhaltung der Symptome beinhaltet.

Einem Kunden mit zusätzlichem Tinnitus könne so schon von Beginn an vermittelt werden, dass die Lautheit des Tinnitus mit der GÜ zusammenhängt und eine Abnahme der GÜ mit einer Abnahme der Tinnituslautheit einhergeht. Angesagt sei eine optimistische Haltung bei gleichzeitigem innerem Verständnis der verzweifelten Lage der Betroffenen und einer Fokussierung des Counselling auf den im Vordergrund stehenden Beschwerdebereich (Hyperakusis und Tinnitus).

Voraussetzung für eine solche Beratung ist, so Prof. Dr. Goebel, ein Konsens mit der behandelnden HNO-Praxis, da es differentialdiagnostisch auch wenige organische Erkrankungen gibt, die mit einer GÜ einhergehen und die gegebenenfalls anders anzugehen sind (Multiple Sklerose, Migräne, Drogenentzug, Psychose, Menière, Mittelohrerkrankungen (Fazialisparese, Otosklerose, Cholesteatom et cetera)).

Wie die apparative Unterstützung bei der Hyperakusis-Behandlung aus Sicht des Mediziners aussehen sollte, lesen Sie in der "Hörakustik" - einfach mehr wissen.

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