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Einen Ausblick über die „künstliche Intelligenz im Operationssaal der Zukunft“ gibt Professor Dr. Andreas Dietz am ersten Tag des EUHA-Kongresses. Tatsächlich wird die Hals-Nasen-Ohren(HNO)-Chirurgie durch zunehmend technische Möglichkeiten mit immer mehr Maschinen, Assistenzsystemen, Monitoringapplikationen und Visualisierungstools konfrontiert, die alle in sich wunderbare Hilfestellungen bedeuten, aber in Summe ein zunehmendes Gerätechaos im Operationssaal (OP) erzeugen. Die einzelnen Tools kommunizieren nicht miteinander, stellen oft Insellösungen dar und werden zu einer großen Herausforderung für das OP-Personal und den Operateur. Tatsächlich wurde dieses Problem von der Industrie, aber insbesondere den Hochschulen erkannt, sodass sich mittlerweile einige Arbeitsgruppen mit technischen Lösungen beschäftigen. Als Mitgründer des Innovationszentrums für computerassistierte Chirurgie der Universität Leipzig (ICCAS) wird Professor Dietz über die aktuellen Forschungslinien sowie die Anwendung künstlicher Intelligenz im HNO-Operationssaal berichten und am Beispiel der komplexen Ohrchirurgie, Cochlea-Implantation bis hin zur Tumorchirurgie den aktuellen Stand der Technik sowie Zukunftsperspektiven aufzeigen.

Professor Dr. Andreas Dietz ist HNO-Arzt mit den Schwerpunkten Tumorbehandlung, Ohrchirurgie inklusive Cochlea-Implantation, Nasennebenhöhlen-, Schädelbasischirurgie, Kehlkopf-und Luftröhrenchirurgie und plastisch ästhetische Nasenchirurgie (Rhinoplastik). Er ist Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Leipzig und wurde im Juni dieses Jahres zum Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO) gewählt.

Der Vortrag “Künstliche Intelligenz im Operationssaal der Zukunft” findet am Mittwoch, 16.10.2019 von 14.15–14.45 statt.

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