Der Hörgeräteakustiker kennt das, wenn Kunden die mit einer Geräuschüberempfindlichkeit (GÜ) zu ihm kommen. Unter dem Begriff werden verschiedene Hörstörungen zusammengefasst, die eines gemeinsam haben: Die Betroffenen empfinden bestimmte Laute oder Töne als unangenehm. Wie häufig die GÜ vorkommt, welche Ursachen sie haben kann und welche Formen es gibt, zeigen die Mitglieder der Deutschen Tinnitus-Liga (DTL), Volker Albert und Professor Gerhart Goebel, in ihrem aktuellen Beitrag der monatlichen Tinnituskolumne.

So wird die Häufigkeit der GÜ in der Bevölkerung nach großen epidemiologischen Studien mit zwei bis 15 Prozent angegeben. Zudem lässt sich feststellen, dass es - obwohl seit der Mitte des 20. Jahrhunderts Studien zum Phänomen der Hyperakusis vorliegen - es eine große Bandbreite an Definitionen zur GÜ gibt. Nationale und internationale Publikationen thematisieren die Geräuschüberempfindlichkeit nur eingeschränkt. In der Regel beschäftigt man sich dort lediglich mit den Randaspekten der Störung, mit GÜ im Zusammenhang mit Tinnitus oder mit GÜ als Begleitsyndrom spezifischer Krankheitsbilder.

Dabei kann man drei unterschiedliche Formen der GÜ klar definieren, so die beiden Tinnitusexperten. In Anbetracht der schätzungsweise einer Million Menschen, die in Deutschland unter Geräuschüberempfindlichkeit leiden und dementsprechend beträchtliche Kosten im Gesundheits- und Rentensystem verursachen, sind Anstrengungen zur Erforschung dieses Störungsbildes unerlässlich, lautet die Forderung der beiden Autoren. Mehr zum Thema gibt es im aktuellen Heft. Hörakustik – einfach mehr wissen!

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