Ein Tag zum Glücklich sein

Wussten Sie, dass es einen internationalen Happy-Tag gibt? Und während sich die einen noch fragen, weshalb man so etwas überhaupt braucht, denken die anderen an rosa Einhörner, Katzenvideos und Chuck-Norris-Witze.

Wussten Sie...

..., dass Glücksgefühle ansteckend sind? Vielleicht habe Sie es schon mal erlebt: Jemand lacht, vielleicht ohne Grund, und Sie können nicht anders, als mitzulachen? Und dann stecken sich alle Beteiligten immer wieder gegenseitig mit Lachen an. Evolutionsbiologen mutmaßen, dass schon die Steinzeitmenschen miteinander gelacht haben und sich so mitteilten, dass es ihnen gut geht. Wenn man gemeinsam lacht, fühlen sich alle als Teil einer Gruppe und zusammengehörig. Deshalb reagiert unser Gehirn auch heute noch darauf und verursacht gleich das Bedürfnis mitzulachen, auch wenn wir den Grund für die Heiterkeit gar nicht kennen.

..., dass die Menschen in der Schweiz die glücklichsten der Welt sind? So steht es in einem UN-Bericht von 2015, dem „World Happiness Report“. Laut Professoren der renommierten Columbia-Universität in den USA, die die Studie durchgeführt haben, leben die glücklichsten Menschen in der Alpenrepublik, gefolgt von den skandinavischen Ländern. Deutschland landete dagegen nur auf Platz 26, also sogar hinter Ländern wie Panama und dem Oman. Zwar wirkte sich das Einkommen auf das Glücksempfinden aus, ob jemand aber wirklich glücklich ist, hängt nicht allein von der wirtschaftlichen Situation ab. Entscheidend sind vor allem die soziale Einbindung – also Menschen, auf die man sich verlassen kann – und die Lebenserwartung. Als Konsequenz fordern die Forscher: „Wir müssen in die Kinder investieren, sodass aus ihnen unabhängige, produktive und glückliche Erwachsene werden, die sozial und wirtschaftlich ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten.“

..., dass positive Gefühle wie Freude, Dankbarkeit und Zufriedenheit sich dauerhaft positiv auswirken? Sie machen uns produktiver, stärken unsere seelische Widerstandskraft und verbessern unsere Wahrnehmung. Es ist also in mehrfacher Hinsicht lohnenswert, wenn man mehr an die positiven Dinge im Leben denkt.

..., dass der 20. März der Welttag des Glücks ist? Seit dem Jahr 2013 ist dieser Tag dem Glücklichsein gewidmet. Damit der Welttag auch dementsprechend begangen wird, sind alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, Verbände, Vereine, Privatpersonen und Nicht-Regierungs-Organisationen dazu aufgefordert, ihn in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Das „Ministerium für Glück und Wohlbefinden“ ist allerdings kein wirkliches Bundesministerium, auch wenn dessen Internetpräsenz täuschend echt aussieht. Dabei handelt es sich um die Kampagne zweier Kommunikationsdesignstudenten aus Mannheim. Sie setzen sich dafür ein, dass in Deutschland das „Bruttonationalglück“ als Maßstab gelten soll. Dabei wird der Lebensstandard aufgrund von psychologischem Wohlbefinden, Verwendung von Zeit, Vitalität der Gesellschaft und Nachhaltigkeit errechnet.

..., dass die glücklichsten Deutschen in Schleswig-Holstein leben? Das geht aus dem Glücksatlas 2015 hervor, den die Deutsche Post regelmäßig in Auftrag gibt. Darüber hinaus gleicht sich die Lebenszufriedenheit der Menschen in Ost und West immer mehr an. In den Bericht fließen Daten einer repräsentativen Wiederholungsbefragung von über 12000 Privathaushalten ein. Keine Angaben wurden darüber gemacht, was die Menschen glücklich oder unglücklich macht. Vielleicht sind die Schleswig-Holsteiner ja so glücklich, weil sie an gleich zwei Meeren leben, der Ost- und der Nordsee. Allerdings wurden die Menschen in einer gesonderten Befragung vom Meinungsforschungsinstitut Dimap zur Arbeitszufriedenheit befragt. Ergebnis: Zwischen Arbeits- und Lebenszufriedenheit besteht ein enger Zusammenhang.

Pierre Andrew Tomé

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