PD Dr. med. Hanno J. Bolz hat den mit 15.000 Euro dotierten Preis der Geers-Stiftung bekommen. Der Humangenetiker habe ein wichtiges Syndrom entdeckt, bei dem neben einer Hör- auch eine Herzrhythmusstörung auftritt.
Der ursächliche Gendefekt sei nicht nur für eine Fehlfunktion im Innenohr verantwortlich, sondern beeinträchtige auch die Arbeit des sogenannten Sinusknoten im Herzen. Das teilte die Geers-Stiftung in einer Pressemitteilung mit. »Wir freuen uns, dass nun auch der Nachweis erbracht ist, wie eng die Verbindung von Innenohr und Herz ist«, begründete der Vorstandstandsvorsitzende, Prof. Dr. phil. Gottfried Diller, die Entscheidung. Es unterstreiche die besondere Bedeutung des Hörsinns bei der Entwicklung des Menschen. Bolz erhielt die Auszeichnung auf dem 16. Multidisziplinären Kolloquium der Geers-Stiftung zum Thema Hörkultur in Berlin. Er empfiehlt auf Grundlage seiner Forschungsergebnisse, bei Kindern mit einer Hörstörung routinemäßig den Ruhepuls zu bestimmen. So könne eine mögliche Herzrhythmusstörung frühzeitig erkannt werden. zg